Kenjutsu

 

 

 

 

 

 

 

 

Kenjutsu, die Lehre der Schwertkunst

Umgang mit demSchwert der japanischen Krieger  (Katana und Wakizashi )

Die hier angebotene Stilrichtung ist eine der ältesten japanischen Schwert - Kampfkünste überhaupt. Sie wurde bereits im 15. Jahrhundert gegründet und hat mit ihren Kata  (festgelegten Trainingsformen) die letzten Jahrhunderte fast unverändert überstanden.

Am Anfang steht das Training mit dem Holzschwert in Einzel- und Partnerübungen:

Kenjutsu ist keine Wettkampf Sportart. Die hier praktizierten Bewegungsformen mit dem Katana (Schwert)  und dem Bokken (Holzschwert) schulen die Konzentration, Koordination und Motorik und steigern beträchtlich das eigene Körperbewusstsein.

Kenjutsu können Männer und Frauen bis ins hohe Alter trainieren, es bedarf keiner besonderen Voraussetzung außer das Interesse und die Muße eine uralte Budokunst zu erlernen

Was benötigen Anfänger:

 

Jogginghose, T-Shirt, frische Socken,  später ein Anzug (Keiko Gi) und einen Hakama!
Ein Holzschwert (Bokken) und ein Gürtel (Obi) werden vom Verein zum Training für Anfänger gestellt!

Das Schwert ist das wichtigste Utensil eines Kriegers.
Es wird hauptsächlich mit dem Katana geübt, das ein- oder beidhändig geführt wird.
Anfänger beginnen mit einem Holzschwert (Bokuto oder Bokken), um Bewegungsabläufe zu erlernen. (Ohne Gefahr zu laufen, sich selbst mit der Klinge zu verletzen). Der Lehrer entscheidet, wann man mit einem Iaito beginnen kann.
Der Iaidokabenutzt ein Iaitō, ein Übungsschwert, um die Techniken des Ziehens (nuki), der ein- oder beidhändigen Handhabung und des Zurückführens des Schwertes in die Scheide (noto) korrekt zu erlernen. Diese Iaitō haben eine stumpfe Klinge entweder aus einer relativ weichen Aluminium-Zink-Legierung oder aus Stahl, mit vollständiger Griffmontierung und Saya; sie entsprechen in Form und Gewicht weitgehend einem echten Katana. Iaitō aus Japan sind meist nicht aus Stahl hergestellt, da die Herstellung aus Schwertern mit einer schärfbaren Klinge einer kostenpflichtigen Genehmigung unterliegen.
Der sehr erfahrene Übende kann später mit einem Shin-Ken („echtes Schwert“ mit scharfer Schneide) üben. Bei welcher Graduierung dies erfolgt, wird je nach Verband oder Dōjō unterschiedlich gehandhabt.
Geübt wird Iaidō in Form von Kata, wobei jede Kata-Form ein spezieller Ausschnitt aus einer realen Schwertkampfsituation ist. Übliche Struktur einer Kata:
  • Nuki Tsuke, das Herausziehen des Schwertes und der erste Schnitt
  • Kiri Tsuke, weitere Schnitte
  • Chiburi, das Abschütteln von Blut
  • Noto, das Zurückführen des Schwertes in das Saya
Fokus ist hier das Erlernen der Handhabung und des Tempos. Die anfänglichen Kata dienen dazu, die korrekte Form zu erlernen. In den Koryū (den überlieferten „älteren“ Formen) gibt es mehr Freiheiten, da es durchaus unterschiedliche Interpretationen der dargestellten Situationen gibt.
Iaidō/Iaijutsu  wird hauptsächlich allein ausgeführt. Jedoch um Aspekte des Abstandes (Maai) und des Bewegungsablauf-Tempos zu erlernen, werden Partnerübungen mit einem oder mit bis zu vier Gegnern durchgeführt. Zumeist wird das aus Sicherheitsgründen mit dem Bokuto ausgeführt.
 Eine fortgeschrittene Form des Iai ist das „tachi uchi no kurai“, bei der zwei Übende in festgelegten, kontrollierten Kata mit „echten“ Schwertern üben.